Chaos, Kunst und Algorithmen (Digitale Kunst) - Exponate
Die vorgestellten Werke sind abgeschlossene und ausgestellte Arbeiten als limitierte/unlimitierte Auflagen oder Unikate.
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Andere Formate als beim Motiv angegeben sind möglich, sofern das Seitenverhältnis gleich bleibt (d.h. beispielsweise anstatt 60x40cm sind auch 90x60cm und 120x80cm möglich).
An der Gestaltung der Bilder ist keine KI beteiligt. Sie beruhen ausschließlich auf selbstentwickelten Algorithmen. Lediglich einige Bildbeschreibungen sind mit Unterstützung einer KI entstanden.

„Albtraum“ entfaltet ein Geflecht aus dunklen, ineinanderstürzenden Formen. In Schwarz- und Grautönen verschieben sich Ebenen wie fragile Membranen, die keinen festen Halt bieten. Licht gleitet nur schwach über die Flächen und verliert sich im Zentrum, wo Tiefe zur Bedrohung wird. Der Schnitt durch Raumzeit wirkt hier zerrissen – ein stilles, beklemmendes Echo innerer Unruhe.

Dieses Werk ist pure Flugkraft. Wie ein „glücklicher Gedanke“, den man braucht, um mit Feenstaub abzuheben, pulsiert hier ein leuchtendes Zentrum aus weißem Licht und zärtlichem Magenta. Die geschwungenen, elektrisierenden Linien in Cyan und Kobaltblau wirken wie die Pfade durch den Sternenhimmel – direkt auf den „zweiten Stern rechts“ zu. Ein visuelles Ausrufezeichen für die Unschuld und die grenzenlose Fantasie der Kindheit.

„Feuer aus Glut“ explodiert in intensiven Spektralfarben. Leuchtendes Gelb, Rot und Neonfarben verschmelzen zu einer pulsierenden Form, die wie ein energetischer Kern wirkt. Die Raumzeit erscheint hier aufgeladen, fast eruptiv – ein Moment zwischen Verdichtung und Ausbruch, in dem Hitze, Bewegung und Licht untrennbar ineinander übergehen.

„Farben der Karibik“ leuchtet wie ein eingefrorener Atemzug über dem Meer vor Antigua. Türkis, Aquamarin und warmes Orange fließen ineinander wie Licht auf Wasser. Kugeln und Bögen überlagern sich, als würden Wellen und Himmel zugleich sichtbar. In der Mitte ruht eine schimmernde Form – ein stiller Tropfen, der das Glühen der See in sich sammelt.

Schillernde Bögen in Blau, Grün und Mandarinorange wölben sich zu einem Strudel, der Raum und Zeit ineinander verschränkt. Wie das Gefieder einer Mandarinente tragen die Farben die Bewegung, während vierdimensionale Rauzeitwellen sichtbar werden. Die Formen folgen Einsteins Gesetzen: Gravitation als Geometrie, elegant, präzise und lebendig.

„Spore“ wirkt wie ein stiller Abdruck aus einer fremden Dimension. In Schwarz und Weiß formen sich weiche, ineinanderfließende Strukturen zu einer kugelähnlichen Gestalt, eingebettet in geschwungene Bahnen. Licht und Schatten modellieren die Oberfläche wie eine tastbare Welle. Es ist ein Moment, eingefroren im Schnitt durch vierdimensionale Raumzeit – reduziert, ruhig, und doch voller innerer Bewegung.

Rhapsodie in Violett ist eine Farbsymphonie, die Einsteins vierdimensionale Raumzeit visualisiert. Ein leuchtender violetter Kreis schwebt als Ereignishorizont im Zentrum, umgeben von Verläufen in Smaragdgrün und feurigem Rot. Diese geometrische Komposition macht das Verschmelzen von Zeit und Raum spürbar. Zufällige Farben erzeugen eine kosmische Tiefe – ein meditativer Tanz aus Licht und Musik.

Das Bild zeigt eine beinahe meditative Konstellation: ein heller, schwebender Körper, umfangen von warmen Rottönen, metallischem Gold und tiefen Schatten. Die Farben der Goldwespe – glänzend, kostbar, zugleich warnend – verleihen der Komposition eine stille Intensität. Nichts drängt, alles zieht.
In dieser Ruhe entfalten sich vierdimensionale Rauzeitwellen, nicht als dramatischer Bruch, sondern als langsames Nachgeben der Geometrie. Die Raumzeit senkt sich, bildet eine Mulde, einen Übergang, in dem sich Masse und Struktur begegnen. Einsteins Gesetze wirken hier wie ein leiser Atem: Gravitation als Form, nicht als Kraft, als sanfte Verformung des Kontinuums.
Das Dunkel im Zentrum deutet Tiefe an, vielleicht Erinnerung, vielleicht Zukunft. Licht fließt darüber hinweg, ohne es aufzulösen. So verbindet das Werk physikalische Präzision mit poetischer Offenheit. Es lädt ein, die Raumzeit nicht zu verstehen, sondern ihr zu lauschen – im goldenen Schweigen der Ordnung.

„Herbstmorgen“ schwebt in gedämpften, erdigen Tönen zwischen Rosa, Grau und Grün. Sanfte Wellen legen sich übereinander wie Nebelschichten über einer Landschaft. Eine helle, kuppelartige Form erhebt sich am Horizont – wie eine aufgehende Sonne im Stillstand der Zeit. Der Schnitt durch Raumzeit wirkt ruhig und getragen, als atme der Morgen selbst in langsamen, weichen Bewegungen.

„Schattenwelt“ erhebt sich wie ein dunkler Himmelskörper über einem spiegelnden Horizont. Tiefes Nachtblau und das leuchtende Rot eines Gimpels durchziehen die Szene in klaren Konturen. Die Kugel scheint auf einer fließenden Fläche zu schweben, ihr Glühen spiegelt sich darunter wie ein verborgenes Echo. Licht und Schatten berühren sich an einer feinen Linie – ein stiller Übergang zwischen sichtbarer und verborgener Dimension.

Die Gemeine Goldwespe scheint auf der Suche nach einem Wirt nicht erfolgreich zu sein. Normalerweise legt sie ihre Eier in die Nester anderer Wespen- und Bienenarten, deren Brut die Larve dann frisst. Ihren Groll schleudert sie als telepathisches Gewitter in die Welt. Im April 2022 hatte sich das Tier auf dem Tisch der Terrasse niedergelassen und verweilte dort geraume Zeit in der Sonne. Vor allem die Farben aus Hinterleib und Brust der Wespe wurden in die Grafik übernommen.

Mit „Phallus Impudicus“ wagt Siegfried Genreith einen Balanceakt zwischen Natur, Fantasie und mathematischer Abstraktion. Warme, erdige Farbtöne – Beige, Braun, gebrochenes Grün – formen eine Komposition von Wellen in vier Dimensionen, deren Anmutung zugleich vertraut und irritierend wirkt. Wer mit der Natur vertraut ist, wird unweigerlich an die „Gemeine Stinkmorchel“ denken, deren lateinischer Name dem Werk den Titel gibt. Doch wie so oft bleibt Genreiths Kunst in der Schwebe: Ist es eine Pilzgestalt, ein Körperfragment oder nur eine zufällige Ausprägung mathematischer Kurven? Die Frage „Kann Mathematik Sünde sein?“ führt den Betrachter in ein Spannungsfeld, in dem Rationalität und Imagination ineinanderfließen. So wird das Werk zur Einladung, über die Grenzen zwischen biologischer Realität, erotischer Anspielung und der reinen Logik mathematischer Strukturen nachzudenken – und darin eine unerwartete Schönheit zu entdecken.

Das Werk „Die Welle“ ist eine faszinierende Auseinandersetzung mit der Dynamik der Elemente. Die Fotografie, entstanden im Mai 2018 bei Heiligendamm, zeigt zunächst eine fast meditative Küstenlandschaft: die typische Geröllbrandung der Ostsee, die sich in ihrer haptischen Detailtiefe bis zum Betrachter erstreckt, und den sanft ansteigenden Küstenwald.
Doch die gewohnte Ordnung wird durch eine künstlerische Intervention aufgebrochen. Aus dem Nichts scheint sich der Himmel zu einer gewaltigen, fraktalen Welle aufzutürmen. Diese digitale Form ist kein Fremdkörper; sie ist eine Metamorphose des Lichts und der Farben, die bereits in der Umgebung angelegt sind. Die Spirale erinnert an die mathematische Präzision der Natur – von der Schneckenmuschel bis zur Galaxie – und interpretiert die drohende Kraft des Meeres auf einer abstrakten Ebene neu.
Das Bild erzeugt eine Spannung zwischen der Beständigkeit der Felsen und der flüchtigen, fast pixelartigen Auflösung am Horizont. Es ist eine Einladung, die Natur nicht nur als Abbild, sondern als ein sich ständig wandelndes Muster aus Energie und Information zu begreifen.

„Winterfeuer“ fängt die stille Dramatik eines Januartages 2010 bei Nideggen ein. Inmitten einer weiten, unberührten Schneelandschaft erhebt sich ein einzelner Baum – kahl, verwinkelt, den Elementen ausgesetzt. Doch statt in winterlicher Starre zu verharren, scheint er von innen heraus zu glühen: Seine Rinde und Äste sind durchzogen von leuchtenden Strukturen in Schwarz, Rot und Gold, die wie Flammen über seinen Körper wandern.
Dieses Feuer wirkt nicht zerstörerisch, sondern lebendig – als wäre es die sichtbare Energie des Baumes selbst, die sich gegen die Kälte behauptet. Die Farben erinnern zugleich an Wärme und an Spannung, an Leben in einer scheinbar erstarrten Welt.
Die umliegende Landschaft ist reduziert: Weißer Schnee, sanfte Hügel, ein grauer Himmel. Diese Zurückhaltung lenkt den Blick auf den Solitär, der zum Mittelpunkt eines leisen, aber intensiven Geschehens wird.
„Winterfeuer“ verbindet Gegensätze – Kälte und Glut, Ruhe und Bewegung, Natur und Transformation. Es ist ein Bild der inneren Kraft, die selbst im tiefsten Winter nicht erlischt, sondern in stiller Glut weiterbesteht.

Das Bild erinnert mich an die farbenprächtige Dahliade - einer Ausstellung der schönsten Dahlien der Region - die ich vor Jahren in Bredene/Belgien bei regnerischem Wetter besucht habe.
Die Formen entstehen aus einem Wellenmuster, wie es auf einer Wasseroberfläche zu beobachten ist, und einer mathematischen Flächentransformation.

In kräftigen Farben des Prismas erstrahlt die Hill im Hohen Venn, die sich irgendwann im Unendlichen zu reinen Weiß vereinen werden.
Das Bild entstand auf Grundlage einer Fotografie, aufgenommen im August 2011,im belgischen Brackvenn westlich von Monschau.

Wo kann ein Sonnenuntergang zauberhafter sein als auf einem fernen Planeten, der um einen genauso fernen Stern in einer fremden Galaxie kreist?
Mit ein wenig Fantasie kann man dazu im Juli 2012 auf der Erde bleiben. Die mystische Symbolik am Himmel entsteht am Nordseestrand in Belgien an einem lauen Sommerabend im Juli 2012 direkt vor dem geistigen Auge.

Relativistische Wellen in vier Dimensionen verzerren die Wahrnehmung des Bebachters.. Die Zeit entflieht dem Raum in blauen Schwaden. Die Farbskala entstammt dem Bild eines Eichehähers.

„Abendstimmung“ vereint Fotografie und digitale Transformation zu einer Komposition voller Wärme und Sehnsucht. Die untergehende Sonne über dem Meer strahlt in intensiven Farben, die sich in fraktalen Strahlen über den Himmel ergießen. Eine einzelne Figur am Strand wirkt wie ein stiller Beobachter dieser erhabenen Szenerie. Das Werk verwandelt die reale Küstenlandschaft in einen imaginären Ort, der zwischen Traum und Wirklichkeit schwebt.

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz im Hochmoor. Sattes Grün wechselt mit kleinen Seen. Ein zauberhaftes Licht liegt über allem. Die Grafik in den Farben der Vennlandschaft entführt den Betrachter in ein Feenreich.
Die Fotografie wurde im August 2011 im belgischen Hohen Venn bei Monschau aufgenommen.